Savuti

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Gate und wollten den Eintritt bezahlen, aber der dortige Beamte meinte, wir sollten alles auf unserem reservierten Campingplatz bezahlen.

Da der direkte Weg zum Wasser bis um neun Uhr nur für geführte Touren offen ist, mussten wir zum daneben gelegenen Gate fahren um über einen Umweg dahin zu kommen.

Dort wiederum wollte der Wärter uns ohne Ticket nicht hinein lassen und telefonierte einige Zeit mit dem anderen Beamten. Das Ergebnis war, dass wir wieder zurück mussten. Alle anderen waren mittlerweile schon drinnen und wir alleine am Gate. Und während wir bezahlten, kam der Wachposten von draußen herein und meinte, ob wir schon Wildhunde gesehen hätten, draußen wären welche.

Nichts wie raus, staunen, sie waren wirklichnah, Ferngläser und Kamera aus dem Auto holen und ihnen nachgehen. Denn wir mussten nur die Straße überqueren, weil sie sich dort im Schatten niedergelassen hatten. Während wir uns wie wahnsinnnig freuten, kam auf einmal vom anderen Einlasstor ein empörter Wärter auf uns zu und meinte, wir dürften im Park das Auto nicht verlassen. Wir meinten, dass wir doch noch außerhalb der Grenze seien und wurden eines besseren belehrt.

Auch egal, wir hatten das Beste eh schon gesehen und fuhren also jetzt in den Park. Auf der Hauptstraße, die geteert war, durften wir noch einer großen Elefantenherde beim Queren zusehen und fuhren dann Richtung Fluss durch eine tiefe Sandpiste.

Unten angekommen erkundeten wir das Gelände, sahen Elefanten, Giraffen, einige Antilopen und Vögel, fuhren die diversen Einbahnstraßen entlang, denn es ist alles hübsch ordentlich geregelt und machten uns auf zum Picknickplatz, um zu frühstücken. Kurz davor sahen wir zwei Autos stehen und entdeckten unter einem Baum ein Löwenrudel mit Kleinen. Schnell noch eine Schleife gefahren, Löwen bestaunt und dannn endlich Frühstück..

Dann am Fluss entlang Richtung Savuti. Und kurz nachdem wir beschlossen hatten, nun etwas zügiger zu fahren, fiel uns ein weiteres Löwenrudel ins Auge. Diesmal ganz alleine entdeckt, unter einem Baum weiter von der Straße entfernt..

Dann auf zum Gate, auschecken, schnell Telefonieren, denn die Verbindung war sensationell.

Und dann hieß es, nach einem kurzen Teerstück, ab auf die gefährliche Sandstraße. Von der hatten wir schon einiges gehört. Sie ist wohl sehr sandig, und die Gefahr besteht, dass man stecken bleibt. Aber mit genug Wasser, Lebensmitteln, dem Wissen, dass die Ranger wissen, dass wir da entlang fahren, wenig Luft in den Reifen und Notfallnummern machten wir uns auf den Weg.

Die Straße war anspruchsvoll, aber bei Weitem nicht das, was wir befürchtet hatten. Offensichtlich wird sie oft befahren und so ist der Sand relativ fest. So kamen wir gut voran und erreichten das Eintrittsgate. Dort meinte die Dame, dass der Weg bis jetzt der gute gewesen wäre. Allerdings hatten alle zuvor es genau andersherum beschrieben und so war es auch. Der Weg wurde erst kurz vor Savuti wieder richtig sandig.

Kurz vor dem Camp war noch ein Mini Wasserloch, an dem sich einige Elefanten tummelten. Allerdings war es noch so heiß, dass kaum andere Tiere zu sehen waren und deshalb fuhren wir schnell ins Camp.

Um halb fünf fuhren wir dann auf den Platz Paradise und richteten alles her. Dabei querten Elefanten das Camp direkt vor unserer Nase. Schnell ging noch jeder duschen in dem weiter entfernten Duschraum. Dieser war wie eine Festung und führte uns vor Augen, dass es hier wirklich noch sehr wild und ursprünglich war. Das bestätigte auch der Hinweis, nachts nicht auf die Toilette zu gehen, sondern zu fahren, da Hyänen durch das Camp laufen…

Wir hatten einen wundervoll entspannten Abend, besonders da auch die Campsite neben uns leer blieb und wir uns dadurch alleine fühlten..

 

2. November 2015 Barbara Botswana No Comments

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